Flughafen München

Integrierter Bericht 2022

 

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Zielerreichung und Gesamtaussage

Im Vergleich zum Vorjahr und zur prognostizierten Entwicklung haben sich diese Leistungsindikatoren wie folgt entwickelt:

Prognose-Ist-Vergleich

 202120222022 
 IstPrognoseIst 
   vonbis  
   in %in %  
EBT (in TEUR)–336.257Anstieg 50,090,0–65.358übertroffen
CO₂-Einsparungen (in Tonnen) 1)1.083Anstieg 88,093,03.216übertroffen
Passagiererlebnisindex85,0gleichbleibend  80,4nicht erreicht
Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) 2) Rückgang–3,019,919,9übertroffen
  1. Je nach Datengrundlage werden die Einsparungen auf Basis von Messungen, Produktdatenblättern oder Leistungsangaben auf Typenschildern ermittelt und in der CO₂-Datenbank dokumentiert. In Ausnahmefällen wird auf Erfahrungswerte vergleichbarer, bereits abgeschlossener und verifizierter Maßnahmen zurückgegriffen.
  2. Gültig für FMG und AE München; als Vergleichszeitraum wurde 2019 (LTIF: 21,96) herangezogen.
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT)

Das EBT des Flughafens München im Geschäftsjahr 2022 ist weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Trotz drastischer Gegenmaßnahmen sowohl im Aufwands- als auch im investiven Bereich konnten die rückläufigen Ergebniszahlen nicht vollständig kompensiert werden. Nichtdestotrotz führte ein striktes Kostenmanagement zu einem besseren EBT als geplant.

 

CO₂-EINSPARUNGEN

Zur Erreichung der langfristigen Klimaschutzziele werden jährlich verbindliche Zielvorgaben vereinbart. Sie beinhalten Vorgaben zur Umsetzung und Anrechnung von Effizienzmaßnahmen sowie Sonderziele zum Aufbau CO₂-mindernder Techniken. Beispiel hierfür ist der Umstieg auf energieeffiziente LED-Beleuchtung in allen Gebäudekategorien (Terminal, Hotel, Büro, Parkhaus etc.).

Für 2022 stellten sich die erwarteten Nachholeffekte ein. So wurde nicht nur der Vorjahreswert deutlich übertroffen, sondern auch das für 2022 gesetzte Ziel mit einer realisierten CO₂-Einsparung von 3216 Tonnen übererfüllt, dies sogar bei einem nochmals um circa 11 % gesunkenen Emissionsfaktor von 0,380 kg/kWh im Vergleich zum Jahr 2021 (location based). Der starke Anstieg lässt sich mit der Umsetzung verzögerter Maßnahmen aus dem Jahr 2021 und neuen Maßnahmen 2022 begründen – beispielsweise dem Austausch von Lüftungsanlagen in den Terminals.

 

PASSAGIERERLEBNISINDEX (PEI)

Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete der Flughafen München gemessen am PEI bei der Zufriedenheit der Passagier:innen gegenüber 2021 einen leichten Rückgang. Während das Jahr 2021 pandemiebedingt noch weniger Verkehr und damit stabilere Prozesse zu verzeichnen hatte, sind 2022 die Anzahl der Flugreisenden um das Zweieinhalbfache und die Flugbewegungen um das Doppelte angestiegen. Das hatte zusammen mit der angespannten Personalsituation (unter anderem im Bodenverkehrsdienst) eine geringere Stabilität im gesamten Passagierprozess zur Folge, was sich auf die Zufriedenheit der Passagier:innen auswirkte.

Um den Anforderungen eines 5-Star-Airports gerecht zu werden, hat der Flughafen München auch 2022 wieder Maßnahmen zur Verbesserung des Passagiererlebnisses umgesetzt. Diesbezüglich wurde beispielsweise ein Audio Walk durch das Terminal 2 angeboten, um Familien mit Kindern die Wartezeit am Flughafen zu verkürzen. Zudem wurde im Terminal 1 testweise eine Express Queue bei der Sicherheitskontrolle eingeführt. Passagier:innen hatten die Möglichkeit, einen Zeitslot bei der Sicherheitskontrolle zu reservieren, um auch dort Wartezeiten zu reduzieren.

 

UNFALLHÄUFIGKEITSRATE (LTIF)

2022 betrug die Lost Time Incident Frequency für die FMG und AE München 19,93 und übertraf somit knapp den prognostizierten Wert von 20,73. 2021 lag der Wert bei 11,09. Damit ist eine Erhöhung der LTIF gegenüber 2021 um 44 % festzustellen. Dieser Anstieg ergibt sich insbesondere aus der bereits im letzten Bericht prognostizierten Zunahme der geleisteten Stunden (+40 %) und damit auch der Unfälle (+68 %) bei der AE München und FMG (geleistete Stunden: 8 %; Unfälle: 19 %) im Jahr 2022. Das stark erhöhte Verkehrsaufkommen war maßgeblich für den Anstieg der geleisteten Stunden verantwortlich. Vergleicht man die LTIF des Jahres 2022 mit dem Jahr 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie (21,67), lässt sich eine Reduktion der Unfallhäufigkeit feststellen.

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